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Von Rückspiegeln und Ampeln

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Oder: Wenn aus Reporting echte Steuerung wird.

Analytics: Zeigt dir die Vergangenheit.
Monatsreporting: Zeigt dir die Vergangenheit.
Kampagnenberichte: Zeigen dir die Vergangenheit.

Rückblick. Tiptop. Aber es ist doch auch ein wenig ärgerlich, dass du erst dann merkst, dass dein Bau hinter dem Terminplan bist, wenn der Einzugstermin verschoben werden muss. Oder wenn du im Oktober merkst, dass du zu wenig Leads hast. Ist dann halt ein bitzli spät, gell.

Stell dir / deinem Reporting die richtigen Fragen.

Sind wir auf Kurs, was die Jahresziele betrifft?
Reicht die aktuelle Leadmenge?
Müssen wir die Werbemassnahmen hochfahren?

Oder: Erkennen wir früh genug, ob wir unsere Ziele erreichen werden?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dir dein Reporting diese Fragen nicht beantworten kann.

I feel you.

Wir waren an der genau gleichen Stelle wie du. Fühlt sich ungut an, ich weiss. Wir haben uns daher folgendes überlegt:

Wenn wir wissen, wie hoch der durchschnittliche Auftragswert ist, wie hoch die Abschlussquote bei Offerten ist und wie hoch die Offertquote von Leads ist, dann können wir das ganze Rösslispiel doch umdrehen und so berechnen, wie viele Leads bzw. Seitenbesucher wir benötigen, damit wir unsere Jahresziele erreichen.

Oder eben: Rausfinden was man vorne reinkippen muss, damit dann am Ende das richtige Resultat rauskommt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch dein CRM diese Daten hat, du musst sie nur noch holen.

Mehr Steuerung, mehr Freude.

Mit dem gerade beschriebenen Umsatztrichter wissen wir schon einiges mehr als zu Beginn und können anfangen zu steuern. Wir wissen wie viele Seitenaufrufe wir brauchen und welche Massnahme wie viele davon liefert. Also können wir die Performanten stärken und die Schwachen optimieren, oder abschalten. Wir holen mehr aus unserem Marketingfranken und steigern den ROI (BULLSHIT BINGOOOO!).

Wir können aber auch noch komplett crazy werden, wie die Dinkel-Doris und Thermomix-Tanja nach zwei Aperol-Spritz an der Firmenfeier: Wir machen eine Prognose! Und ein Frühwarnsystem! Dabei vergleichen wir im Grunde genommen nur die Ist-Werte mit den Soll-Werten. But wait, there’s more! Wir können auch noch eine Ampel-Logik bauen, die uns (dem Management) auf der ersten Seite des Dashboards mit einem grünen, gelben oder roten Emoji-Punkt zeigt, wie es um unsere Kennzahlen steht und wohin der Trend zeigt. Wir hätten also auch einen zuverlässigen Indikator, wann Obacht geboten ist oder dringender Handlungsbedarf besteht.

Lange Rede, kurzer Sinn.

Wenn wir wollen, können wir:

  • Kampagnen früher anpassen und effizienter gestalten.
  • Budgets wirkungsvoll umverteilen.
  • Themen und Kanäle priorisieren, die Wirkung zeigen.
  • Früher informieren, wenn etwas unplanmässig läuft.

Deine Marketingmeetings werden in so viel entspannter sein, weil es nicht mehr darum geht ob ein Problem existiert, sondern was wir proaktiv dagegen tun.

Forecast & Ampel-Ansichten

Dieses Dashboard zeigt uns in der ersten Zeitreihe die historischen Daten zu Website-Sessions, in der zweiten Zeitreihe die historischen Daten in Kombination mit dem Forecast und in einer dritten Ansicht den direkten Vergleich zwischen Ist und Forecast.
Die Ampel-Scorecards zeigen wie viele der letzten 28 Tage grün, gelb oder rot waren. Grün bedeutet innerhalb des Toleranzbereiches, gelb bedeutet innerhalb des erweiterten Toleranzbereiches und rot bedeutet ausserhalb des Toleranzbereiches.

Lead-Funnel

Hier sehen wir Informationen wie: Wie viele Aufträge wurden erstellt? Wie viele haben wir verloren, gewonnen oder sind noch in Arbeit? Wie hoch ist unsere Win-Rate? Wie hoch ist der gewonnene Auftragswert? Und wie lange dauert es, von der Auftragserfassung bis zum Abschluss?

Und natürlich: Die Anzahl Sessions. Zusammen mit dem Forecast lässt sich nun also sagen, ob wir in einem Bereich bereits genügend Sessions erzeugen, um am Ende des Funnels unsere Jahreziele zu erreichen.

Anmerkung der Redaktion:

Sessions ist nur ein Beispiel, für einen möglichen KPI als Teil des Funnels. Der abgebildete Funnel ist auch nicht ganz sauber, weil sämtliche erfassten Aufträge gezählt werden und nicht nur die, die über einen digitalen Kanal entstanden sind.

Über den Autor

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Michael Jud ist Marketingleiter der siworks Gruppe und verantwortet die strategische Positionierung sowie die digitale und inhaltliche Entwicklung aller Geschäftsbereiche. Sein Schwerpunkt liegt auf datengetriebenem Marketing, Performance-Analysen und der engen Verzahnung von Kommunikation, Webentwicklung und Automatisierung.

Er sorgt dafür, dass Marketing, Content und Prozesse über alle Einheiten hinweg konsistent, wirkungsstark und messbar bleiben.

Michael Jud verbindet fundiertes Verständnis für digitale Systeme wie GA4, BigQuery, Tag Manager, Looker Studio und Marketing-Automationen mit ausgeprägtem Gespür für klare Markenführung und hochwertige Inhalte. Sein Fokus liegt darauf, komplexe Themen verständlich aufzubereiten, Sichtbarkeit zu erhöhen und messbare Ergebnisse für die gesamte siworks Gruppe zu erzielen.