Die Architektur: Wie aus x Tools ein System wird.
Mit dem Fundament sind wir schon ein wenig konkreter geworden und können darauf aufbauen. Es wird nun zwar etwas technischer, aber dafür plaudere ich aus dem Nähkästchen.
Die Realität.
Du hast einen Plan. Du hast Ziele. Du hast Zahlen. Das ist schön. Aber die liegen alle irgendwo in ihrer eigenen Umgebung. Das nervt. Hart. Wenn du etwas über die Website sagen willst: Google Analytics. Wenn die Ad-Performance zur Diskussion steht: Google Ads oder Meta. Newsletter-Resultate: Mailchimp. Die Zahlen des „viralen Videos“, das das Management bestellt hat: YouTube oder Instagram.
Ich sage nicht, dass diese Tools schlecht sind. Aber sie reden nicht miteinander. Dabei ist das so gopferteckel wichtig. Denk nochmal an meine Dating-Metapher: Geht auch nicht ohne Reden. Voilà.
Das Problem.
Google Analytics sagt, dass du 40 Leads gesammelt hast. Das CRM sagt, dass du 32 Leads gesammelt hast. Und dann kommt noch Google Ads ums Eck geömmelt und behauptet, dass es 60 Conversions erzielt hat. Und weisst du was? Sie haben alle ein bisschen recht, sie sind einfach nicht vergleichbar.
Vielleicht misst Google Analytics den Formularabschluss. Vielleicht zählt das CRM nur Leads, die auch wirklich neu sind. Vielleicht misst Google Ads den Formularstart. Du merkst wo ich hin will, oder?
Die Lösung.
Oder zumindest ein wichtiger Schritt dorthin: Die Architektur. Mach dir Gedanken über deine KPIs und deren Definition. Was ist ein Lead und welche Plattform misst? Wann zählen wir eine Conversion: Beim Klick auf die Werbung, beim Formularstart oder dessen Abschluss? Oder erst wenn der Lead im CRM landet und als „Neu“ klassifiziert wurde? Zählen alle Formulare auf der Website, oder nur die, die du in der Kampagne einsetzt? Ja, das ist ein bitzli eine Seichbüetz, aber sie ist sauwichtig und du solltest sie unbedingt seriös machen. Das gibt dir Gewissheit und du gehst ganz anders in den nächsten Marketingtermin mit dem Management. Weil: Jedes Dashboard ist nur so gut wie seine Definitionen.
Unsere Lösung.
Wie du bereits ahnst, haben wir ganz schön viele Tools bzw. Kanäle im Einsatz. Hier eine Übersicht, damit du dir vorstellen kannst, was das für ein Ausmass bei uns hat(und: dass es bei dir vielleicht gar nicht so mühsam und umfangreich wird, wie du gerade meinst).
Google Analytics – Website
Google Ads – Werbung
Facebook, Instagram, LinkedIn – Werbung, redaktionelle Inhalte
YouTube, Spotify – Corporate Videos, Podcasts
Bitrix24 – CRM, Formulare, Automation
Mailchimp – Newsletter
Microsoft365 – Formulare
Jetzt brauchen wir nur noch einen Ort, wo die ganze Geschichte zusammenläuft: Looker Studio von Google. Das Tool kommt standardmässig schon mit zahlreichen Konnektoren zu anderen Plattformen und ist kostenlos!

Website generell
Hier siehst du beispielsweise die Anzahl Sessions, die im definierten Zeitraum stattgefunden haben, zusammen mit weiteren KPIs. Dort wo „No Data“ steht, würde die prozentuale Veränderung zur Vorperiode stehen. siworks Services gibt es halt noch nicht viel länger, deshalb keine historischen Daten. Zur Steuerung habe ich Kontrollfelder für die Zeitspanne und die auszuwertenden Geschäftsbereiche eingefügt.

Engaged Pages
Hier wird aufgezeigt, welche Seite in wie vielen Sessions aufgerufen wird, wie oft sie insgesamt gezeigt wird, wie lange eine Session im Schnitt dauert und noch einige KPI zum Nutzerverhalten. Wichtig: Wenn du (oder ich) dir so ein Dashboard baue, dann solltest du immer Platz für Notizen oder ein Journal vorsehen. Denk dran, du willst nicht nur anschauen, du willst steuern.

Traffic Quellen & Kanäle
Hosen runter! Wie viel Traffic kommt über welchen Kanal? Welche User generieren wie viele Handlungen auf der Website und wer bleibt am längsten? Auch hier wieder filterbar nach Branche und Datum.

Newsletter
Spannende Kennzahlen rund um Newsletter. Hier kann man beispielsweise unterschiedliches Verhalten zwischen den Zielgruppen feststellen oder den optimalen Versandzeitpunkt festlegen (hier nicht sichtbar)

Auswertungen über die Performance der Beiträge können beispielsweise bei der Redaktionsplanung helfen. Aktuell leider nur für Company Accounts, LinkedIn bietet leider keine Schnittstelle zu persönlichen Accounts. Leider.
Mit diesen Dashboards ist die Arbeit aber noch lange nicht getan, aktuell schauen wir ja trotzdem nur in den Rückspiegel. Was als nächstes zu tun ist, erfährst du im nächsten Blogpost.
Über den Autor
Michael Jud ist Marketingleiter der siworks Gruppe und verantwortet die strategische Positionierung sowie die digitale und inhaltliche Entwicklung aller Geschäftsbereiche. Sein Schwerpunkt liegt auf datengetriebenem Marketing, Performance-Analysen und der engen Verzahnung von Kommunikation, Webentwicklung und Automatisierung.
Er sorgt dafür, dass Marketing, Content und Prozesse über alle Einheiten hinweg konsistent, wirkungsstark und messbar bleiben.
Michael Jud verbindet fundiertes Verständnis für digitale Systeme wie GA4, BigQuery, Tag Manager, Looker Studio und Marketing-Automationen mit ausgeprägtem Gespür für klare Markenführung und hochwertige Inhalte. Sein Fokus liegt darauf, komplexe Themen verständlich aufzubereiten, Sichtbarkeit zu erhöhen und messbare Ergebnisse für die gesamte siworks Gruppe zu erzielen.



